Liquids und Basen selbst mischen – Grundlagen

Selbst mischen ist kein Hexenwerk!

 

Selbst mischen ist definitiv die günstigste Variante, an schmackhafte Liquids zu kommen. Dabei ist einem völlig freigestellt, welche Mengen und mit welcher Zusammensetzung man mischt. Auf dem Markt gibt es tausende Aromen, von herb über süß zu frisch. Dem eigenen Geschmack sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

Die einzelnen handelsüblichen Komponenten sind ungiftig, man kann also ohne große Laborausrüstung und Schutzkleidung sofort loslegen.

 

Sind die gewünschten Komponenten beisammen, benötigt man ein Gefäß, in dem man sein Liquid anmischt und etwas zum Abmessen. Hierzu können beispielsweise spezielle Gefäße mit angebrachten Skalen oder handelsübliche Spritzen genutzt werden.

 

Je nach Aroma ist es möglich, dass das frisch angemischt Liquid etwas „Reifezeit“ benötigt. Das bedeutet, dass die Aromen eine gewisse Zeit brauchen, um sich mit der Base zu verbinden. Im Laufe der Zeit wird dann der Geschmack intensiver oder voller. In der Regel weisen die Hersteller der Aromen auf die empfohlene Reifezeit hin.

 

Probieren geht über Studieren – es steht dir eine riesige Auswahl an Aromen und Basen zur Verfügung. Mitunter benötigt man etwas Geduld, um das Richtige zu finden. Nur nicht aufgeben. Es gibt für jeden das richtige Liquid.

 

 

Mischungsverhältnisse

 

Das richtige Mischungsverhältnis für sich zu finden ist gar nicht so schwer, wie man denken würde.

 

Je nach persönlichem Geschmack kann man einen stärkeren Throathit durch viel PG-Anteil oder mehr dichten Dampf durch einen hohen VG-Anteil erhalten.

 

Es empfiehlt sich hier, mit einer 50/50-Base anzufangen und sich dann langsam an seine persönliche Lieblingsmischung heranzutasten.

 

Bis man seine ideale Mischung gefunden hat, sollte man sich nur kleine Mengen Base vorbereiten. Hat man einmal raus, was man gerne mag, kann man sich die Base auch in größeren Gebinden vorbereiten. Bei richtiger Lagerung und sauberer Entnahme der Base hält diese eine gefühlte Ewigkeit.

 

Einige Verdampfer vertragen allerdings kein zu dickes Liquid. Gerade bei sogenannten MTL- oder Backendampfer-Verdampfern empfiehlt sich eine 50-50 oder 55-35-10-Mischung.

 

Kurzum:

Viel PG = Throathit und wenig Dampf

Viel VG = weicher und mehr Dampf

 

 

Abkürzungen, Begriffe und Bestandteile

 

 

PG

Propylenglykol

PG gilt als Geschmacksträger, es erzeugt den oft gewünschten „Throathit“ und erzeugt nur wenig Dampf

 

VG

Pflanzliches Glycerin

VG ist sehr dickflüssig, erzeugt sehr dichten, stabilen Dampf, wird als eher sanft empfunden, benötigt häufig längere Reifezeiten oder erhöhte Dosierung des Aromas

 

 

VPG

Mischung aus PG und VG

siehe Mischungsverhältnisse

 

H2O

(entmineralisiertes) Wasser

Wird genutzt, um VG-lastige Base zu verdünnen, wenn man auf PG verzichten möchte

 

(Nic-)Shot

Nikotinshot

enthält üblicherweise 18-20 mg Nikotin pro ml, darf in Gebinden mit maximal 10 ml abgegeben werden

 

Base

Geschmacksneutrale Basisflüssigkeit zur Herstellung eines Liquids

 

Aroma

Geschmacksgebende Flüssigkeit üblicherweise in PG gelöst, Aromen können sowohl künstlich als auch natürlich sein und können u.U. Allergene enthalten, nicht alle Lebensmittelaromen sind für das Dampfen geeignet.

 

Ethanol

Alkohol

Kann zum Verdünnen von VG genutzt werden, wenn kein Wasser oder PG gewünscht sind

 

Additive

Zusatzstoffe

Werden dem Liquid beigemischt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Keine eigenständigen Aromen.

 

 

Menthol

Starker minziger Eigengeschmack, kühlender Effekt

 

Koolada

Je nach Ausführung mehr oder weniger stark kühlender Effekt ohne Eigengeschmack

 

Sweetener

Gibt dem Liquid eine je nach Ausführung starke Süße

 

Ebenso gibt es Additive, die das Liquid beispielsweise sauer, bitter, sahnig oder nussig schmecken lassen.

 

 

 

Mischtabelle

 

Ihr benötigt für 100 ml fertige nikotinfreie Base:

 

Gewünschtes Mischungs-verhältnis VG

(ml)

PG

(ml)

H2O

(ml)

Rein VG 100 0 0
80/20 80 20 0
70/30 70 30 0
60/40 60 40 0
50/50 50 50 0
55/35/10 55 35 10

 

Damit sollte das Prinzip erkennbar sein. Natürlich kann man hier weiter variieren (siehe Mischungsverhältnisse)

 

 

Ihr benötigt für 100 ml fertige nikotinhaltige Base:

 

Gewünschte Nikotinstärke

(mg/ml)

Nikotin-Shot

(20 mg/ml)

(ml)

Base

(ml)

0 0 100
3 15 85
6 30 70
9 45 55
12 60 40
18 90 10