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Selbst wickeln

Selbst wickeln ist kein Hexenwerk!

 

Selbstwickelverdampfer bieten eine Menge Potenzial für das perfekte, individuelle Dampferlebnis. Man hat Einfluss auf den Widerstand, die Oberfläche, die benötigte Leistung – man kann sich die Coil genau so machen, wie sie am besten zu einem passt. Und günstig ist selbst wickeln auch noch. Man ist nicht darauf angewiesen, immer auf Nachschub an Fertigcoils zu achten und kann durch einfachesWechseln der Watte auch schneller einen neuen Geschmack testen, ohne den Geschmack des alten Liquids noch mitzuschmecken.

 

Alles was man braucht, ist ein wenig Draht und einen runden Gegenstand mit dem gewünschten Durchmesser, um den Draht herumzuwickeln. Hierzu eignen sich zum Beispiel Schraubendreher oder speziell entworfene Wickelhilfen, die sogar verschiedene Durchmesser anbieten.

 

Der Draht wird in der passenden Länge abgeschnitten (ca. 8-12 cm) und um die Wickelhilfe gedreht. Man kann die Drähte enganliegend wickeln oder etwas Platz dazwischen lassen. Jede Art zu wickeln hat seine Vor- und Nachteile. Hier hilft ausprobieren, um das für sich optimale Setup zu finden.

 

Die so entstandene Coil wird in die Posts („Pfosten“) des Verdampfers eingefügt, die überschüssigen Enden werden abgeschnitten. Unbedingt die Schrauben gleichmäßig und fest anziehen.

 

Der geregelte Akkuträger oder das Ohm-Meter (Bsp. Coil Master 521 Tab) zeigen jetzt auch den Widerstand der Coil an.

 

Wichtig ist jetzt das Ausglühen der Coils. Es wird am Akkuträger eine geringe Leistung eingestellt und die Coil wird langsam pulsierend erhitzt.

 

Sogenannte „Hotspots“ werden sichtbar. Das sind Stellen, die schneller und heller glühen als der Rest. Diese Hotspots wird man los, indem man mit einem nicht leitenden Gegenstand (sonst wird es heiß an den Fingern) leicht über die Coil streicht. Das wird wiederholt, bis die Hotspots vollständig verschwunden sind. Hierzu eignen sich Keramikpinzetten sehr gut.

 

Anschließend wird Watte in die Coils gezogen. Die Watte sollte stramm in der Coil sitzen, beim Hin- und Herziehen der Watte sollte sich die Coil jedoch nicht „verbiegen“.

 

Je nach Verdampfer gibt es unterschiedliche Anforderungen an die „Bewattung“ – hier lohnt es sich immer, nach Youtube-Videos zum jeweiligen Verdampfer zu schauen.

 

Generell gilt:

 

  • Je größer die Drahtoberfläche, an der watte anliegt, desto mehr Dampf und damit auch Geschmack

 

  • Je dünner der Draht, desto höher der Widerstand

 

 

  • Je mehr Windungen und je höher der Innendurchmesser, desto höher der Widerstand

 

Je höher der Widerstand, desto weniger Leistung wird benötigt.

 

 

 

Material und Eigenschaften

 

Kanthal (FeCrAl)

ist eine Legierung aus Eisen, Chrom und Aluminium. Kanthal ist ein eingetragener Markenname, man findet den Draht auch als FeCrAl-Draht. Üblicherweise wird Kanthal A1 genutzt, es gibt auch andere Sorten, die sich in der Zusammensetzung leicht unterscheiden.

 

Kanthal hat einen im Vergleich hohen Widerstand und ist sehr günstig. Kanthal heizt sich jedoch nicht so schnell auf, wie andere Drahtsorten. Kanthal eignet sich nicht für TC-Dampfen.

 

Edelstahl (z.B. SS304 (V2A))

Edelstahl gibt es in den verschiedensten Variationen, welche sich durch leicht unterschiedliche Zusammensetzungen der einzelnen Metalle auszeichnen.

 

Edelstahl hat einen recht niedrigen Widerstand und heizt sich sehr schnell auf. Edelstahldrähte eignen sich für das Temperaturgeregelte Dampfen und sind relativ günstig.

 

Nickel (Ni200)

Nickeldrähte sind nur für das temperaturgeregelte Dampfen geeignet.

 

NiChrom (z.B. Ni80)

NiChrom besteht aus Nickel und Chrom, der Widerstand liegt im mittleren Bereich. NiChrom ist vergleichsweise teuer

 

Titan

Sehr niedriger Widerstand, NUR für das TC-dampfen geeignet, relativ teuer.

Achtung: Niemals Ausglühen oder im Wattmodus dampfen, Titan oxidiert und ist dann hochgiftig!

 

 

 

Coil- und Drahttypen

(Beispiele, nicht vollständig!)

 

 

Microcoil

Coil aus einem einfachen Runddraht, eng zusammenliegende Windungen

 

Spaced Coil

Coil aus einem einfachen Runddraht, Abstände zwischen den Windungen

 

Clapton

Ein Runddraht, ummantelt mit einem anderen, meist feineren Runddraht

 

Fused Clapton

Mehrere Runddrähte (üblicherweise zwei, aber auch mehr möglich), ummantelt mit einem anderen, meist feineren Runddraht

 

Alien

Zwei oder mehr (üblicherweise drei) Runddrähte, ummantelt mit einem geschwungenen Runddraht

 

Staggered Fused Clapton

Zwei Claptondrähte mit auseinanderliegenden Manteldrähten, zusammengeführt mit einem weiteren Manteldraht, der in den Zwischenräumen der Claptondrähte liegt

 

Staple / Framed Staple

Im Kern mehrere aufeinanderliegende Flachdrähte, üblicherweise mit feinerem Runddraht ummantelt. Bei der Framed-Variante werden außen zusätzliche Runddrähte verarbeitet

 

 

 

Drahtstärken

 

 

 

 

AWG / GA Durchmesser
18 1,024
19 0,912
20 0,812
21 0,723
22 0,644
23 0,573
24 0,511
25 0,455
26 0,405
27 0,361
28 0,321
29 0,286
30 0,255
31 0,227
32 0,202
33 0,18
34 0,16
35 0,143
36 0,127
37 0,113
38 0,101
39 0,09
40 0,08
41 0,071
42 0,063
43 0,056